„Nachwendekinder“: Johannes Nichelmann über die Gegenwärtigkeit der DDR

Der Journalist Johannes Nichelmann beschreibt in seinem Buch „Nachwendekinder. Die DDR, unsere Eltern und das große Schweigen“ das Schicksal der ersten Nachwende-Generation. Geboren zwischen 1985 und 1992 als Kinder von (ehemaligen) DDR-Bürgerinnen und -Bürgern kennen die „Nachwendekinder“ die DDR nicht mehr aus ihrem eigenen bewussten Erleben. Dennoch ist der untergegangene deutsche Staat in der familiären Erinnerung äußerst präsent. Offen thematisiert wird die DDR-Geschichte in den Familien dennoch kaum, einen öffentlichen Raum hierfür gibt es bislang auch nicht. Über ein Buch, das zeigt, wie auch unerlebte Geschichte prägen und auf folgende Generationen nachwirken kann …

„Ich lebte gern mit dir, ich stürbe gern mit dir.“ – Das Historiker-Paar Hedwig und Otto Hintze

Das Historiker-Paar Hedwig und Otto Hintze erlebte die großen Errungenschaften und Katastrophen des 20. Jahrhunderts in der Wissenschaft. Hedwig Hintze gehört zu den ersten habilitierten Geschichtswissenschaftlerinnen Deutschlands und war Vorkämpferin des Frauenstudiums. Doch aufgrund ihrer jüdischen Herkunft endeten Hedwig Hintzes Karriere und Leben auf tragische Weise 1942.

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Die Geschichte der Kindheit. Philippe Ariès über die Entstehung eines Lebensabschnitts

Im Mittelalter gab es praktisch keine Kindheit. So könnte man die Hauptthese des bahnbrechenden Werkes „Die Geschichte der Kindheit“ des französischen Historikers Philippe Ariès zusammenfassen. Vor allem die lange Zeit hohe Kindersterblichkeit führte zu einem distanzierten Verhältnis der Eltern zum Kind. Die Kindheit war keine sozial wichtige Lebensphase, sondern ein Risiko. Doch im 17. Jahrhundert fand ein Wahrnehmungswandel statt: die Gesellschaft entdeckte das Kind…

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Der Weihnachtsmarkt. Kurze Geschichte eines Sehnsuchtsortes

In der Weihnachtszeit schmücken sich wieder viele deutsche Städte mit einem Weihnachtsmarkt – einer scheinbar „urdeutschen“ Tradition. Doch in Wirklichkeit sind die Weihnachtsmärkte in der heutigen Form ein Phänomen der modernen Konsumgesellschaft der 1960er Jahre. Zwar gibt es mittelalterliche Vorläufer, doch lassen sich die ersten Weihnachtsmärkte frühestens mit der Entstehung des bürgerlichen Weihnachtsfestes an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert ausmachen.

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